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Artikel in der Thüringer Allgemeine vom 19.02.2013

Merxleben feiert Kinderfasching mit Jungs als Tanzmariechen




 Ob Spinnenmann, Indianer, Prinzessin oder Clown, der Spaß war ihnen am Wochenende beim Kinderfasching in Merxleben garantiert. Foto: Jana Leonhardt

Die Merxlebener Karnevalisten ließen sich für die Jüngsten viel einfallen. Die Jungs geben seit zwei Jahren das Tanzmariechen. Man konnte Indianer, Biene Majas und Schneewittchens bestaunen.
Merxleben. Auf die Kinder in Merxleben könnten so einige neidisch sein. Denn sie durften sich noch ein wenig länger verkleiden - auch noch nach Aschermittwoch. Am vergangenen Wochenende lud der Merxlebener Carnevalverein (MCV) zur seiner diesjährigen Session. Und das ist seit dem Gründungsbeginn des Vereins - im Jahr 1984 - so Tradition. "Wir machen unseren Fasching immer am Wochenende nach Aschermittwoch", erinnern sich Dirk Bohn, Alexander Walter und Jan Edelhäußer vom MCV.

Zuerst kamen die Kleinsten auf ihre Kosten - der Samstagnachmittag war nur für sie reserviert. Dafür schmissen sich die Kinder in Schale. Neben Cowboys, Indianern, kleinen Bienen, Schneewittchens und Hexen gaben sich auch Prinzessinnen die Ehre. Die Mitglieder des MCV bereiteten viele tolle Spiele für ihr Publikum vor. Stuhl-Walzer, Schaumkuss-Essen und Luftballon-Tänze sind nur einige Beispiele des großen Spiele-Repertoires an diesem tollen Nachmittag.
"Wir haben vor allem die Spiele-Klassiker vorbereitet", so der stellvertretende Vereinsvorsitzende Jan Edelhäußer. Die bereiteten den Knirpsen auch sichtlich Freude. Bei Laurenzia konnten sich die kleinen Bewohner von Merxleben nicht nur sportlich betätigen, auch das Mitträllern brachte Spaß. Gemeinsam mit den 26 aktiven Mitgliedern (ohne Kinder) des MCV tobten die Kleinen bis in den frühen Abend.

"Wenn dann die Kinder total müde sind und ins Bett fallen, dann sind die Eltern an der Reihe", scherzte Tobias Hof vom Carnevalverein mit einem Lächeln. Am Abend fand dann die Prunksitzung statt, die circa zweieinhalb Stunden dauerte.Ein Höhepunkt dabei ist das jährlich auftretende Tanzmariechen. In Merxleben gibt es allerdings eine Besonderheit. Wer denkt ein kleines Mädchen mit schickem Kostüm zeigt akrobatische Kunststücke, der irrt. "Seit zwei Jahren haben wir junge Männer, die den Part des Tanzmariechens übernehmen", verriet MCV-Mitglied Tobias Hof. Es fand sich kein Mädchen, das Interesse daran hatte. Darum mussten die Jungs herhalten. In diesem Jahr war der 17-jährige Felix Wollin das Tanzmariechen.
Sketche kommen bei den Merxlebener besonders gut an, wissen Tobias Hof und Dirk Bohn. Deswegen bauten die Mitglieder des Carnevalvereins viele Darbietungen zum Lachen ein. "Auch das Männerballett ist ein Höhepunkt unseres Programms", schätzte Hof ein. Am vergangenen Wochenende tanzten die Männer Zumba. "Wir hatten extra eine professionelle Zumba-Trainerin, die mit uns geübt hat", erklärte der Merxlebener. Die Kirchheilingerin Edda Gräfe brachte den Männern für ihren großen Auftritt die Schritte bei.


Jana Leonhardt / 19.02.13 / TA



Artikel in der Thüringer Allgemeine vom 14.03.2011:

 

Es gab Zeiten, da wurde der Merxlebener Fasching nach der Verfügbarkeit einer Kapelle ausgerichtet. Da das 1984 ein lästiger Kampf zu DDR-Zeiten war, hat man es bis heute als närrische Tradition integriert.

Merxleben. Apropos Integration: Das Programm des Samstagabends reichte von kofferpackenden Türken, über humanitäre Hilfe der Kariesförderung in Afrika bis zu den heimlichen Wünschen der Männer an die Frauen oder gar umgekehrt. Der Saal zum "Goldenen Löwen" war voll, schon beim Vorverkauf. Es lag wohl an der Show, die sich in jeder Hinsicht an echte Merxlebener wandte und deswegen auch von diesen so gut besucht wurde. Wann sonst kann man sich kollektiv über Gefängnisgänge seiner Gemeindemitglieder, exotische Reiseziele oder gar den Erdhaufen des Nachbarn so unbekümmert beschweren wie bei einer Faschingsveranstaltung?
Da applaudierten Bienen, Blümchen, Schneeflocken, Bergländler in Lederhosen oder Schürzendirndl, sogar als Weihnachtsgeschenk verpackten sich die Gäste. Die scharfzüngigen Beiträge wurden durch Tanzdarbietungen aufgelockert, welche den Anschein vermittelten, dass
Merxleben kaum Probleme hat den Nachwuchs für dieses närrische Treiben zu begeistern. Aber zurück zum Programm: Faszinierend war die Leichtigkeit, mit der man die Weltgeschehnisse insbesondere im Nahen und Mittleren Osten einfügte. Was den Rest der Welt betroffen stimmt oder betroffen stimmen sollte, schaffte es an diesem Abend auch nach Merxleben. Eine leichtere Tonart stimmte an, als die Narren zugezogene Mitbürger in die Obhut eines Jauch-Imitatoren gab. Ob es sich hier um Sackgassen mit dem Präfix "Alt" oder um das Durchschnittsalter der Landfrauen drehte man konnte ohne schlechtes Gewissen lachen und lernte auch gleich noch Brauchbares übers Dorf.
Besonders faszinierte das Publikum aber zweifelsohne die "
Germany's next Topmodel"-Show. Ob die Männer in ihren Latex- und Pailletten-Kleidern Frauen zu sagen versuchten, wie sie sie gerne hinterm Herd und beim Einkaufen gekleidet sehen wollen? Oder zeigt dieses Verkleidungsverhalten vielleicht tiefste Traumatisierungen auf? Eine der lustigsten Verkleidungen im Publikum war der Storch. Wenn dieser gleich in Doppelfunktion des Kinderbringers und Kindausträgers agiert, dann ist das ein Schachzug, der bestens ins 20. Jahrhundert passt: effizient und spart Arbeitsplätze ein. Der Vorsitzende Caroline Conrad und Stellvertreter Gräfe Lutz freuten sich, dass der Merxlebener Carnvenalsverein (MCV) wieder sein Publikum begeistern konnte.

Maren Krings




Artikel in der Thüringer Allgemeine vom 22.02.2010:

 
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